Abgesagt: Tini Thomsen’s Max Sax

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Di 22.09. | 20:00 Uhr | Jazzhaus

Kurzfristige Absage | Tini Thomsen‘s Max Sax am Dienstag, den 22. September | Beginn Jam-Session um 21:00 Uhr

Ein Jazzfestival in Zeiten von Corona durchzuführen ist für Musikschaffende und Veranstalter eine große Herausforderung. Bands sind zum Teil international besetzt und demzufolge äußerst mobil. Freie Reisen innerhalb des Schengen-Raumes sind jedoch seit Beginn der Pandemie schwierig geworden und immer neue europäische Länder erlassen angesichts wieder steigender Infiziertenzahlen Reisewarnungen bzw. verschärfen die Ein- und Ausreisebedingungen für ihre Nachbarländer.

Nun trifft es nach der norwegischen Band Rymden auch Tini Thomsen‘s Max Sax. Die Band kommt aus den Niederlanden und lebt in einem Gebiet, wo aktuell seit einigen Tagen eine Reisewarnung existiert. Trotz eines negativen ersten Testergebnisses kann die Band nicht nach Deutschland einreisen, da ein zweiter, für vergangenen Sonntag angesetzter Test nicht durchgeführt werden kann, da Sonntags in den Niederlanden nicht getestet wird. Somit können die 48 Stunden bis zur Überschreitung der deutschen Grenze nicht eingehalten werden. Soweit die Realitäten im Konzertbusiness zu Corona-Zeiten.

Die noch ausstehenden international besetzten Konzerte von Shake Stew aus Österreich (25.9.) sowie Mirabassi, di Modugno & Balducci aus Italien (26.9.) können nach derzeitigem Stand durchgeführt werden, alle Bandmitglieder werden zweifach getestet, bevor sie nach Deutschland einreisen.

Die für den Konzertabend mit Tini Thomsen‘s Max Sax geplante Jam Session im Jazzhaus beginnt bereits um 21:00 Uhr. Bereits gekaufte Karten für Tini Thomsen‘s Max Sax werden zurückerstattet.

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Foto: Gerhard Kühne

Für Tini Thomsen ist ein künstlerisches Leben ohne die Lust auf Neues, ohne die Weitung ihres musikalischen Horizonts nicht vorstellbar. Die Baritonsaxophonistin und Komponistin ist immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten, -formen und Betätigungsfeldern. So hat sie Sergej Prokofjews musikalischem Märchen Peter und der Wolf ein jazzmusikalisches Gewand verpasst, Big Band-Arrangements für die Jazz Baltica Allstar-Band geschrieben und für ihr Saxophonquartett Q4 oder das Streichquartett Quartet Quinetique komponiert und arrangiert. Ihre wahre Liebe aber gilt ihrem Quintett MaxSax. Seit die Band 2014 ihr Debütalbum „MaxSax“ auf den Markt gebracht hat, schwimmt sie auf einer regelrechten Welle des Erfolgs. Viele fragten sich ob der so bislang nie zuvor gehörten und hochenergetischen Verschränkung von Rock und Jazz verwundert, warum denn bislang niemand auf diese Idee gekommen sei. „Meine Lieblingsbands sind halt nicht das Miles Davis Quintet oder die Pat Metheny Group. Ich steh‘ eher auf die Foo Fighters oder Queens of the Stone Age“, erzählt Tini Thomsen. Drei Jahre später folgte „The Long Ride“.

Mittlerweile durch Altsaxophonist Nigel Hitchcock zum Quintett aufgestockt und mit den frischen Kräften Tom Trapp an der Gitarre, Mark Haanstra am Bass und Satindra Kalpoe am Schlagzeug besetzt, kam die Musik von MaxSax nicht mehr nur mit der brachial-rüpelhaften Urgewalt des Debüts daher. Vielmehr hatte sich, wie das Jazz Podium konstatierte, eine subtile, leicht angeraute Funkyness, wie man sie von Defunkt oder den seligen Slickaphonics kennt, still und leise in die Musik geschlichen.

Tini Thomsen Baritonsaxophon
Nigel Hitchcock Altsaxophon
Tom Trapp Gitarre
Mark Haanstra Bass
Joost Kroon Schlagzeug

Eintritt VVK 21€ / AK 22€ | Karten reservieren

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